Medizinisch-technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik

Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten für Funktionsdiagnostik wenden verschiedene diagnostische Verfahren an, um die Leistungsfähigkeit folgender Organsysteme beurteilen zu können:

  • zentrales und peripheres Nervensystem,
  • auditives und vestibuläres Systems (HNO),
  • Herzkreislaufsystem und
  • Atmungssystem.

Die Untersuchungen erfordern ein gutes technisches Verständnis in der Handhabung der Geräte und genaue Kenntnisse der umfangreichen, standardisierten Messverfahren. Gleichzeitig fordern sie Sozial- und Kommunikationskompetenz in der Anleitung und Motivation von Patienten. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, zeichnen sich MTAF durch körperliche Leistungsfähigkeit, psychische Belastbarkeit, technische Fertigkeiten, ein hohes Maß an Qualitätsbewusstsein und Einfühlungsvermögen im Umgang mit kranken Menschen aus. Zudem sollten sie teamfähig, manuell geschickt, offen im Umgang mit Patienten, zuverlässig, sorgfältig und pünktlich sein. MTAF sind in verschieden medizinischen Einrichtungen (Krankenhäuser, Kliniken, MVZ, bei niedergelassenen Fachärzten, Rehabilitationszentren) aber auch bei Gerätefirmen tätig.

Die Untersuchungen erfordern ein gutes technisches Verständnis in der Handhabung der Geräte und genaue Kenntnisse der umfangreichen, standardisierten Messverfahren. Gleichzeitig fordern sie Sozial- und Kommunikationskompetenz in der Anleitung und Motivation von Klienten. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, ist die Ausbildung zur/m MTAF stark praxisorientiert. Neben der Wissensvermittlung im Theorieunterricht, findet die praktische Ausbildung in den technisch gut ausgestatteten Skillcentern der Akademie statt, in denen der Theorie-Praxis-Transfer mit Ausbau und Entwicklung fachlicher, sozialer und kommunikativer Kompetenzen trainiert wird.
Die Diagnostikverfahren der oben genannten Organsysteme sind laut MTA-Gesetz vorbehaltende Tätigkeiten der MTAF. Zusätzlich sind MTAF aufgrund ihrer engen Zusammenarbeit mit den Ärzten prädestiniert immer mehr ärztliche Tätigkeiten zu übernehmen (z.B. Vorbefundung der diagnostischen Messungen und weiterführende Messtechniken wie Echokardiographie, Elektromyographie oder Auswertung der Polysomnographie).

Ausbildung im Überblick

Die Ausbildung erfolgt entsprechend des Gesetzes über technische Assistenten in der Medizin (MTAG) und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (MTA-APrV) in der jeweils gültigen Fassung.

Theoretische und praktische Lehrveranstaltungen
an der "Schule für Medizinisch-tech. Assistenz für Funktionsdiagnostik", Campus Berlin.

Lernort Training und Transfer – Skills:
in modernen Skillcentern werden die Bildungsteilnehmenden  im Simulationstraining und in ausgewählten Szenarien auf ihren Praxiseinsatz vorbereitet und erwerben berufliche Kompetenzen.

Praktische Ausbildung:
in Krankenhäusern oder anderen geeigneten Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Voraussetzung

  • Realschulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss
  • gute Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern
  • gesundheitliche Eignung
  • Mindestalter: 16 Jahre

Praktikum

Die praktische Ausbildung im Lernbereich „Berufliche Praxis“ findet in Kliniken, Praxen oder anderen medizinischen Einrichtungen statt. Die Bildungsteilnehmenden müssen bereits erworbenes Wissen in der Praxis anwenden. Dabei lernen sie, unter Anleitung eines Praxisanleiters, den Routine-Arbeitsplatz der MTAF kennen und führen Untersuchungen am und mit dem Patienten selbstständig durch.
Die Arbeitsfelder der praktischen Ausbildung unterteilen sich in folgende Bereiche:

  • audiologische und HNO-Funktionsdiagnostik
  • kardiovaskuläre Funktionsdiagnostik
  • neurophysiologische Funktionsdiagnostik
  • pneumologische Funktionsdiagnostik
  • Krankenhauspraktikum

 

Insgesamt umfasst die praktische Ausbildung während der 3-jährigen Ausbildung 39 Wochen in den funktionsdiagnostischen Fachabteilungen. Gesetzlich verankert ist zusätzlich ein 6-wöchiges Krankenhauspraktikum im Bereich der Pflege nachzuweisen.

Prüfung und Abschluss

Die Zulassung zur staatlichen Prüfung wird erteilt, wenn regelmäßig und erfolgreich an der Ausbildung teilgenommen wurde. Die Abschlussprüfung gliedert sich in einen schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil. Die bestandene staatliche Prüfung ist Voraussetzung für die Erteilung der Berufserlaubnis.

Die Bildungsteilnehmenden erwerben nach bestandener Prüfung den Abschluss als
„Staatlich anerkannte/r Medizinisch-technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik".

Zusatzqualifikation

An der Akademie der Gesundheit können Absolventen der Medizinisch-technischen Assistenz für Funktionsdiagnostik zusätzliche Zertifikate für „Injektionskurs“ und „Strahlenschutzkurs“ erwerben.

Weiterbildung

Als Absolvent der Akademie der Gesundheit erhalten Sie 10 % Ermäßigung auf alle Weiterbildungsangebote. Lernen Sie das interdisziplinäre Weiterbildungsprogramm der Akademie der Gesundheit kennen und lassen Sie sich individuell von unseren Experten beraten.

Bewerbung

Benötigte Unterlagen:

  • ausgefüllter Bewerbungsbogen oder Bewerbungsanschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • beglaubigte Kopie des Schulabschlusses bzw. des letzten gültigen Zeugnisses
  • ärztliche Bescheinigung der Berufstauglichkeit
  • Kopie der Geburtsurkunde
  • Praktikumsbeurteilung (wenn vorhanden)
  • adressierter und frankierter Rückumschlag A4

Nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch nachzureichen:

  • Nachweis der Hepatitis A+B Impfung
  • Tetanus- und Diphterie-Impfung
  • erweitertes Führungszeugnis


Die Bewerbung erfolgt bei der Akademie der Gesundheit:
Akademie der Gesundheit
Campus Berlin-Buch

Schule für Medizinisch-tech. Assistenz für Funktionsdiagnostik
Schwanebecker Chaussee 4 E-H
13125 Berlin

Bewerbungen werden fortlaufend entgegen genommen.

 

Hinweis zum Bewerbungsbogen:
Sie können den Bewerbungsbogen downloaden und digital bearbeiten.

 

 

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