Campus

Eberswalde

Beginn

1. Oktober

Vergütung

durch die Akademie der Gesundheit

Dauer

3 Jahre

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten
die Grenzen meiner Welt.“

 – Ludwig Wittgenstein –

In Deutschland benötigen etwa eine Million Menschen logopädische Therapie. Logopädinnen und Logopäden behandeln Menschen mit Beeinträchtigungen in den Bereichen Sprache/Sprechen, Stimme, Schlucken, Redefluss und Hören. Sie führen eigenverantwortlich ärztlich verordnete Therapien bei Patienten aller Altersgruppen durch – vom Säugling bis zum Erwachsenen. Logopädinnen und Logopäden erstellen Befunde und beraten Patienten(inn)en und deren Angehörige. Sie arbeiten vielfach im Bereich der Rehabilitation und der Prävention. Einsatzorte sind Logopädische Praxen, Rehabilitationszentren, Krankenhäuser, Förderzentren, Integrative Kindertagesstätten und Schulen. Ausbildungsziel ist es, eine logopädische Professionalität nach aktuellem logopädischen Forschungsstand sowie bezugswissenschaftlichen Erkenntnissen zu erwerben, um in der Lage zu sein:

  • Patient(inn)en mit Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck-, Hör- und Redeflussstörungen zu behandeln,
  • mit dem behandelnden Arzt und zuständigen Einrichtungen zusammenzuarbeiten,
  • auf der Grundlage ärztlicher Verordnungen selbstständig und eigenverantwortlich Diagnostiken, Therapien und Beratungen durchzuführen.
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Das Ausbildungskonzept der 3 Lernorte

Unsere Überzeugung ist, dass Fachkräfte, die im Gesundheitswesen tätig werden wollen, über ein funktions- und sektorenübergreifendes Denken, gepaart mit professioneller Haltung verfügen müssen. Das Didaktische Konzept der Akademie, das Lernen an den drei Lernorten, interprofessionelle Lehr-Lernarrangements sowie die Interaktion mit neuen Technologien sind die zukunftsweisenden Wege der Akademie, gemeinsam mit den Praxispartnern aus dem Gesundheitswesen.

Lernort THEORIE – Berufliche Fertigkeiten und Kompetenzen bauen auf Wissen auf

  • In Vorlesungen und fallbasierten Seminaren werden fachliche Grundlagen und Zusammenhänge des jeweiligen Berufs vermittelt. Interprofessionelle Veranstal­tungen erweitern die eigene berufliche Perspektive und das Verständnis für andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen.
  • Selbstständiges und individuelles Lernen wird u.a. durch die Nutzung neuer Medien ermöglicht.

Lernort TRAINING & TRANSFER (LTT) – Üben und Trainieren im geschützen Raum 

  • Im Lernbereich Training & Transfer sollen die Bildungsteilnehmenden in einem möglichst authentischen Rahmen Fähigkeiten und Fertigkeiten trainieren und festigen. Fehler haben dabei, anders als im realen Berufsleben, keinerlei gravierende Folgen, sondern eine wichtige Funktion im Lernprozess. Auch das miteinander und voneinander Lernen spielt in diesem Bereich eine wichtige Rolle.
  • Die Lehrkräfte übernehmen in diesem Bereich die Rolle von Coaches. Die individuellen Vorkenntnisse und Erfahrungen der Bildungsteilnehmenden werden dabei aktiv integriert und Inhalte darauf abgestimmt. Der Lernprozess wird durch intensive Reflexion des Lernfort­schritts unterstützt und begleitet.

Lernort PRAXIS – Lernen unter realen Bedingungen

  • Die berufliche Praxis vervollständigt den Ausbildungsprozess mit spezifischen Situationen und Aufgaben. Dem jeweiligen Ausbildungsstand entsprechend, finden gezielte Praxisphasen statt, bei denen die Bildungsteilnehmenden ihr erlerntes Wissen, Fertigkeiten und Haltungen erproben sowie weiterentwickeln können.
  • Die Bildungsteilnehmenden werden durch Mitarbeitende in den Praxiseinrichtungen und Lehrkräfte der Akademie fachkundig angeleitet und begleitet.
  • Gesammelte Erfahrungen und Erlebnisse dienen im Lernbereich Theorie und LTT als Ausgangspunkt für den weiteren beruflichen Erkenntnisprozess und werden in den Lehrveranstaltungen aufgegriffen und angemessen berücksichtigt.
  • Der Lernort Praxis erfolgt in den Kooperationshäusern/Praxen der Akademie der Gesundheit.

Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen:

  • Abitur, Mittlerer Schulabschluss, gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss mit zweijähriger Berufsausbildung
  • Vollendung des 16. Lebensjahres
  • Kommunikationsfähigkeit und Bereitschaft zur Reflexion
  • Phoniatrisches Gutachten und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (nach Zusage)
  • Empfehlenswert: Vorpraktikum in einer logopädischen Einrichtung (keine Voraussetzung)

Persönliche Stärken, die mitgebracht werden:

  • Sie haben eine gesunde und belastungsfähige Stimme und verfügen über eine gute Aussprache.
  • Sie verfügen über sehr gute schriftsprachliche Leistungen.
  • Sie bringen die Bereitschaft mit, sich selbst zu reflektieren.

An der Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V. können Bildungsteilnehmende der Logopädie eine zusätzliche Teilnahmebescheinigung für „Basic Life Support“ erwerben.

Der Ausbildungsvertrag wird mit der Akademie der Gesundheit geschlossen. Während der dreijährigen Ausbildung erhalten die Bildungsteilnehmenden z.Zt. eine Ausbildungsvergütung in Höhe von:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 969,00 Euro (brutto)

  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.035,60 Euro (brutto)

  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.095,52 Euro (brutto)

Die staatlich anerkannte Ausbildung und Prüfung erfolgt entsprechend des Gesetzes über den Beruf des Logopäden (LogAPro) in der jeweils gültigen Fassung.

Die Zulassung zur staatlichen Prüfung wird erteilt, wenn regelmäßig und erfolgreich an der Ausbildung teilgenommen wurde. Die Abschlussprüfung gliedert sich in einen schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil. Die bestandene staatliche Prüfung ist Voraussetzung für die Erteilung der Berufserlaubnis.

Die Bildungsteilnehmenden erwerben nach bestandener Prüfung den Abschluss als „Staatlich anerkannte/r Logopäde/in”.

Digital, postalisch oder persönlich vorbeibringen – Alles ist möglich!

Füllen Sie schnell und einfach die Online-Anmeldung aus oder schicken Sie uns Ihre Unterlagen auf dem postalischen Weg zu. Sie können Ihre Bewerbungsunterlagen auch gern persönlich vorbeibringen und so einen ersten Eindruck von unserer Akademie gewinnen.

Bewerbungen für den Ausbildungsstart im Oktober, werden jeweils bis Ende Mai entgegengenommen.

Adresse:

Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V.
Campus Eberswalde
Schicklerstraße 20
16225 Eberswalde


Ergänzende Unterlagen zur Bewerbung:

  • Motivationsschreiben – Hinweise zum Motivationsschreiben finden Sie hier.
  • tabellarischer Lebenslauf
  • beglaubigte Kopie des Schulabschlusses bzw. des letzten gültigen Zeugnisses
  • Praktikumsbeurteilung (wenn vorhanden)
  • adressierter und frankierter Rückumschlag A4

Nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch sind nachzureichen:

  • erweitertes Führungszeugnis
  • phoniatrisches Gutachten oder HNO-ärztliche Bescheinigung
  • Nachweis des vollständigen Impfschutzes, inklusive der Hepatitis A+B Impfung und Corona-Impfung

Das Gemeinsame Lernen wird im Sinne der Inklusion auch in unserer Bildungseinrichtung umgesetzt. Damit wir Sie ab dem ersten Ausbildungstag optimal begleiten und fördern können, teilen Sie uns bitte mit, ob Sie einen Förderschwerpunkt haben und welcher das ist. (Bitte Nachweis beifügen)


Hinweise für Bewerber nicht-deutscher Herkunft:

Bewerber mit einem Schulabschluss aus einem nicht deutschsprachigem Land bzw. Bewerber nicht-deutscher Herkunft reichen bitte, zusammen mit Ihren Bewerbungsunterlagen, nachfolgende Dokumente ein:

  • Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung mit Hinweis zum Arbeitsmarktzugang
  • Sprachzertifikat mit Abschluss B 2
  • Bescheinigung der Anerkennung des Bildungsabschlusses durch eine „Zeugnisanerkennungsstelle“
  • Amtliches, einfaches Führungszeugnis (ohne Eintragung, nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch)

Campus Eberswalde

Ihre Ansprechpartnerin im Servicepoint:
Frau V. Croll

Anmeldung

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