Die Zukunft der Gesundheitsfachberufe

Die demografische Entwicklung, veränderte Versorgungsbedarfe und -strukturen, die zunehmende Notwendigkeit der interprofessionellen Zusammenarbeit, die Digitalisierung sowie technische und wissenschaftliche Entwicklungen stellen schon jetzt veränderte Anforderungen an unsere zukünftigen Fachkräfte im Gesundheitswesen. Mit der Folge, dass die Ausbildungsberufe hinsichtlich zukunftsorientierter und bedarfsorientierter Anforderungen neu geordnet werden müssen.

Mit dem Eckpunktepapier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe“ wurde diese Neuordnung und Stärkung der Gesundheitsfachberufe festgeschrieben, und zugleich die Grundlage für grundlegende Reformen in den entsprechenden Ausbildungsberufen geschaffen.

Mit der Novellierung des Hebammengesetzes ist der Beruf der Hebamme/Entbindungspfleger der erste Ausbildungsberuf unter dem Dach der Akademie der Gesundheit, der per Gesetz mit Ende der Übergangsfrist im Jahr 2023 erstmalig nur noch als Studiengang angeboten werden wird. Die Pflegeausbildung erfuhr mit der Umstellung auf die Generalistische Pflegeausbildung bereits eine Teilakademisierung. Bereits im Jahr 2012 hat der Wissenschaftsrat empfohlen, 10–20 % der Pflegefachpersonen hochschulisch auszubilden, erreicht wurde bisher jedoch nur eine Qualifikationsquote von ca. 3,2 %.

Gründung der Hochschule für Gesundheitsfachberufe Eberswalde (HGE) i.G.

Den Weg der akademischen Ausrichtung unterstützt der Verein Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V. (AdG) und bereitet sich schon jetzt auf die sich verändernde Bildungslandschaft vor. Am Standort Eberswalde entsteht unter dem Dach des Vereins eine Hochschule mit dem Ziel reflektierte Praktiker:innen auf akademischem Niveau auszubilden. Das eigenständige Profil der HGE i.G. verbindet dafür untrennbar Theorie und Praxis miteinander.

Gemeinsam mit den Bildungspartnern der AdG haben Fachexpert:innen im Rahmen der Gründung zwei duale Bachelorstudiengänge „B.Sc. Hebammenkunde“ und „B.Sc. Pflege“ entwickelt, die im Wintersemester 2023 erstmals angeboten werden. Der Verein erhält hierbei Unterstützung von verschiedenen Akteuren seitens der Wirtschaft und Politik, mit dem gemeinsamen Ziel, den Fachkräften im Land Brandenburg eine akademische Qualifizierung zu ermöglichen und somit die regionale Verbundenheit zu stärken.

Die Hochschule für Gesundheitsfachberufe Eberswalde (HGE) i.G. steht für die Sicherstellung einer akademischen Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen sowie einer sektorenübergreifenden Vernetzung und Versorgung. Durch die Gründung der HGE i.G. wird das akademische Angebot für Gesundheitsfachberufe auf die nordöstliche Region Brandenburgs ausgedehnt. Die HGE i.G. eröffnet attraktive, wohnortnahe und gleichermaßen praxisnahe Rahmenbedingungen für Studium, Weiterbildung und Anerkennung im Berufsfeld Gesundheit und trägt damit aktiv und nachhaltig zur Gewinnung von Fachpersonal und somit zur Sicherung der Gesundheitsversorgung bei.

Studienstart im Wintersemester 2023/2024

Am 01.10.2023 startet die HGE i.G. zwei primärqualifizierende duale Vollzeitstudiengänge mit Berufszulassung. Mit den praxisintegrierenden Bachelorstudiengängen an der HGE i.G. und ihren Praxispartnern können innerhalb von sieben Semestern der akademische Abschluss Bachelor of Science und gleichzeitig die staatliche Berufszulassung erreicht werden:

B.Sc. Pflege B.Sc. Hebammenkunde
7 Semester, 210 CP, mit Berufszulassung als Pflegefachfrau/-mann 7 Semester, 210 CP, mit Berufszulassung als Hebamme

Ihre Ansprechpartnerin:

Projektleitung
Frau M. Gebauer